Beruf

 
Genauso vielfältig wie das Theologie-Studium ist der Beruf der/des Pfarrer*in:
  • deine Fähigkeiten und Begabungen einbringen
  • mit eigenen Interessen Schwerpunkte setzen
  • Verantwortung übernehmen und Gemeinde gestalten und entwickeln
  • im Team Angebote und Projekte konzipieren und umsetzen
  • Gespräche zum Glauben anbieten: geplant oder ganz nebenbei
Was konkret zu unseren Aufgaben gehört, stellen wir dir hier an fünf Beispielen vor...
 

Eine umfassende Bildung von Kopf, Herz und Gewissen für alle ist ein wichtiges Anliegen - auch der Evangelischen Kirche.
Als Pfarrer*in leistest du dafür einen wichtigen Beitrag:
  • Du unterrichtest Menschen in verschiedenen Altersstufen: z.B. Schüler*innen im Religions- und Konfirmationsunterricht.
  • Du lädst ein, über den Glauben ins Gespräch zu kommen: z.B. in Glaubenskurse oder im Taufunterricht für Erwachsene.
 

Gottesdienste gestalten und feiern

Die wohl bekannteste Aufgabe von Pfarrer*innen ist der Sonntagsgottesdienst.
Dieser lebt von Traditionen, die über zwei Jahrtausende in der Kirche gewachsen sind. Zugleich verändert er sich ständig, um den verschiedenen Generationen, Interessen und Anlässen anzusprechen.
 
Neue Formen entstehen neben dem klassischen Sonntags-10-Uhr-Gottesdienst:  Friedensgebet, Krabbel- und Schulgottesdienste, Jugendgottesdienste mit Band, Taizé-Andachten und vieles mehr. Dazu kommen die Möglichkeiten, die das Internet und Social Media bieten. 
 
Als Pfarrer*in bist du dafür verantwortlich, das gottesdienstliche Leben mit Herz und (theologischem) Verstand zu gestalten. Hier kannst du dein Wissen vom Studium und deinen Glauben ganz praxisnah und lebensrelevant einfließen lassen.
 
 
 

Menschen brauchen an vielen Punkten ihres Lebens Begleitung: als Einzelne, als Familien, als Betroffene in Gruppen.
 
Als Pfarrer*in bist du theologisch und seelsorgerlich geschult, um Gespräche zu führen, zu beraten und zu trösten. Sei es nach der Geburt eines Kindes, bei der Heirat, während einer Krankheit, bei einem Todesfall oder in Lebenskrisen. Sei es geplant oder nebenbei bei einem Gespräch "zwischen Tür und Angel".
 

In einer Gemeinde arbeiten viele Menschen hauptamtlich: in der Dienstgruppe, im Pfarrsekretariat, in der Raumpflege, als Kirchendiener*in, in Kindergärten oder Sozialstationen.
Da ist die Fähigkeit gefragt, Personalverantwortung zu übernehmen.
 
Zusammen mit dem Ältestenkreis sind u. a. Projekte in der Gemeinde, der Haushalt und Neuanschaffungen zu planen sowie über die Gebäude und die Restaurierung von Kirchen zu bestimmen. Hier übernimmst du als Pfarrer*in eine vielschichtige Führungsposition.
 
Dazu begleitest du noch ehrenamtliche Mitarbeiter*innen, die sich in der Gemeinde engagieren.
Deshalb ist heute eine wichtige Anforderung an Pfarrer*innen kooperativ, teamfähig und zugleich zielbewusst zu sein.
 

Pfarrer*innen haben ein Amt, das in der Öffentlichkeit geschätzt wird.
Die Erwartungen an Kirche und die, die sie vor Ort repräsentieren, sind hoch – nicht erst in besonderen Notlagen. Die Meinung von Pfarrer*innen ist vielfältig gefragt.
 
Als Pfarrer*in bist du nicht nur bei den Menschen vor Ort und ihren konkreten Fragen, sondern hast darüber hinaus einen weiten Horizont und z.B. die Ökumene und Aufgabe der Kirche in der Gesellschaft im Blick. 
 

Freie Stellen für Pfarrer*innen
Grundsätzlich steht es Pfarrer*innen der badischen Landeskirche frei, sich um eine andere Pfarrstelle zu bewerben.
 
Freie Stellen werden im Gesetzes- und Verordnungsblatt (GVBl.) und online auf ekiba.de ausgeschrieben.
 
Bewerbungen sind immer über den Dienstweg* an das Personalreferat (nicht direkt an die Gemeinde) zu richten.
 
*Dienstweg: Anträge über die Dienstvorgesetzten (Dekanat > Schuldekanat > Personalreferat) 
Wie läuft eine Stellenausschreibung ab?
Eine freie Pfarrstelle, die wieder besetzt werden soll, schreibt der Evangelische Oberkirchenrat mit einer Frist von fünf Wochen zur Bewerbung aus.
 
Sobald die Ausschreibung einer Pfarrstelle beschlossen ist, fertigt der Ältestenkreis / das Bewerbungsgremium einen Vorschlag für den Ausschreibungstext, der dem Evangelischen Oberkirchenrat mit einer Stellungnahme des Bezirkskirchenrates vorgelegt wird.
 
Nach Ablauf der Meldefrist entscheidet der Evangelische Oberkirchenrat, welche Bewerber für die zu besetzende Pfarrstelle geeignet sind und schlägt diese der Gemeinde vor.
 
Sollte die Ausschreibung ergebnislos bleiben, ist die Pfarrstelle durch den Evangelischen Oberkirchenrat zu besetzen.
Wie wird eine Stelle besetzt?
Der Ältestenkreis / Das Bewerbungsgremium informiert sich über die vorgeschlagenen Bewerber*innen. Er kann hierfür die Bewerber*innen zu einem Probegottesdienst einladen oder Vertreter*innen in die Gemeinden der Bewerber*innen entsenden.
 
Die Wahl wird in einem Gottesdienst vorgenommen.
Zum Wahlgremium gehören die Kirchenältesten, die/der Dekan*in und, in einer Kirchengemeinde mit mehreren Pfarrgemeinden, die bzw. der Vorsitzende des Kirchengemeinderats oder deren Stellvertreter*in, jedoch nicht die/der bisherige Inhaber*in oder Verwalter*in der Pfarrstelle.
 
Die/Der Dekanstellvertreter*in oder ein anderes Mitglied des Bezirkskirchenrats leitet die Wahl. Die/Der Wahlleiter*in hat kein Stimmrecht.
 
Die Wahl ist geheim.
Gewählt ist die/der Kandidat*in, für die/den die Mehrheit der gesetzlich vorgeschriebenen Mitglieder des Wahlkörpers gestimmt hat.
 

Lernen an und mit der Gemeinde ist ein wichtiger Eckpfeiler der Tätigkeit für dich als Pfarrer*in. Deshalb ist Fort- und Weiterbildung auch im Pfarramt sinnvoll und eine große Chance.
 
Die Personalförderung bietet Fort- und Weiterbildungen zu folgenden Handlungsfeldern an:
  • Allgemeine theologische Reflexion
  • Gottesdienst – Gemeindearbeit
  • Lehren und Erziehen
  • Seelsorge und Beratung
  • Diakonie
  • Organisation und Verwaltung
  • Arbeit mit Erwachsenen in Gemeinden
Aktuelle Angebote der Personalförderung der Badischen Landeskirche: Buchungsportal Fort- und Weiterbildung
 

  • Du interessierst dich für den Beruf und möchten gern in den Evangelischen Landeskirche in Baden (EKIBA) als Pfarrer*in arbeiten?
  • Du hast bereits Berufserfahrung und möchtest dich mit deinen Qualifikationen in der EKIBA einbringen?
  • Du suchst nach Informationen zu den Zugangswegen ins Pfarramt in der EKIBA?
Eine Übersicht zu den wichtigsten Fakten haben wir für dich zusammengestellt. Nutze gern die Links, um dich weiter zu informieren oder komme gern direkt auf uns zu (siehe Kontakt).
 
Für den Weg ins Pfarramt werden von der EKIBA (und der ganzen EKD) folgende Abschlüsse anerkannt
Für Absolvent*innen von Hochschulen in freier Trägerschaft besteht nach 5jähriger Berufserfahrung die Möglichkeit, sich mit dem Master of Theological Studies für das Pfarramt zu qualifizieren. 
 
Bei Absolvent*innen von ausländischen Hochschulen klärt die EKIBA im Rahmen einer Einzelfallprüfung, ob der Abschluss anerkannt werden kann oder ob es einer Nachqualifizierung bedarf. 
 
Nach allen genannten Abschlüssen schließt sich für die Absolvent*innen das Aufnahmeverfahren und das Vikariat an, bevor nach der Ordination der Probedienst folgt. 
 
Übersicht zum Download: