Studium

 
Warum gibt es diese Welt? Wer ist Gott? Welche Bedeutung hat Jesus von Nazareth? Was ist ein gutes Leben? 
  • Gehen dir diese Fragen durch den Kopf?
  • Möchtest du hier mehr wissen?
  • Willst du mit anderen darüber reden und diskutieren?
Das Theologie-Studium macht diese große Fragen zum Thema: 
  • Du erfährst mehr über die Geschichte des Glaubens und der Kirche und lernst dadurch die Tradition, in der du lebst, besser kennen.
  • Du lernst wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse und setzt dich mit deinen eigenen Standpunkten und anderen Meinungen auseinander.
  • Du wirst in deinen Kompetenzen geschult und kannst dich mit eigenen Studienschwerpunkten auf das für dich Wichtige konzentrieren.
Dein Theologie-Studium ist die Basis, um Pfarrer*in zu werden: professionell und fundiert Impulse zum Glauben geben und unsere Gesellschaft und  Kirche mit deinen Gaben und Kompetenzen zu gestalten.
 
 

Studium Evangelische Theologie - Magister/Magistra Theologiae (Master of Theology)
Schaubild Ablauf Theologie-Studium
 
 
Schwerpunkt des Grundstudiums ist die Auseinandersetzung mit den historischen Fächern der Theologie: u.a. Altes Testament, Neues Testament und Kirchengeschichte. Basis dafür sind die Sprachen Hebräisch, Griechisch und Latein. 
 
Die Vorlesungen und Seminare geben dir einen Überblick, vertiefen dein Wissen zu den biblischen Schriften, vermitteln dir erforderliche Methoden und bieten dir die Gelegenheit für erste exegetische Übungen. 
 
  • Dauer: Regelstudienzeit 4 Semester, ggf. kommen weitere Semester für eine nachzuholende Sprache dazu (max. 2 zusätzliche Sprachsemester).
  • Voraussetzung ist der Nachweis von Sprachabschlüssen in Hebräisch (Hebraicum), Griechisch (Graecum) und Latein (Latinum). Die Sprachen und entsprechende Abitur-Ergänzungsprüfungen können die Studierenden während des Grundstudiums nachholen, sofern sie nicht bereits während der Schulzeit oder an anderer Stelle erworben wurden.
  • Inhalte:
    • Grundlagenmodul Einführung in das Theologiestudium und Bibelkunde
    • Basismodule:
      • Altes Testament (AT)
      • Neues Testament (NT)
      • Kirchengeschichte (KG)
      • Systematische Theologie (ST)
      • Praktische Theologie(PT)
      • ein interdisziplinäres Modul I und ein Wahlmodul I
  • u.a. Bibelkundeprüfung und zwei Leistungsnachweise (Proseminararbeiten)
  • Abschluss: Zwischenprüfung (1. Klausur AT oder NT, 2. mündliche Prüfung im jeweils anderen Fach > AT oder NT, 3. mündliche Prüfung in Fach Kirchengeschichte)
 
Im Hauptstudium vertiefst du dein im Grundstudium angeeignetes Wissen und setzt eigene Studienschwerpunkte (Kernfächer). Diese Fähigkeiten bilden die Grundlage und die Voraussetzung für das Ziel des gesamten Studiums, eigenständig theologische Urteile bilden zu können.
Teil des Studiums ist das Gemeindepraktikum und Lebensweltpraktikum (jeweils vier Wochen).
 
  • Dauer: Regelstudienzeit 4 Semester
  • Inhalt:
    • Aufbaumodule:
      • Altes Testament (AT)
      • Neues Testament (NT)
      • Kirchengeschichte (KG)
      • Systematische Theologie (ST)
      • Religionswissenschaft / Interkulturelle Theologie (RW)
      • Praktische Theologie (PT)
      • Modul Philosophie
      • interdisziplinäres Modul II und Wahlmodul II.
  • im gesamten Studienverlauf in jedem der fünf Fächer AT, NT, KG, ST, RW mindestens eine Pro- oder Hauptseminararbeit
 
Den Abschluss des Theologiestudiums bildet die Integrations- und Examensphase, in der nach der jeweils gültigen Prüfungsordnung die Examensarbeiten (Wissenschaftliche Abschlussarbeit; Praktisch-Theologische Ausarbeitung) und die Klausuren geschrieben und die mündlichen Prüfungen bei der Landeskirche abgelegt werden.
 
Prüfungsinhalte:
  • je eine mündliche Examensprüfung in AT, NT, KG, ST, RW und PT
  • drei Examensklausuren in vier Prüfungsfächern AT, NT, KG und ST
  • eine wissenschaftliche Abschlussarbeit in AT, NT, KG oder ST (entsprechend entfällt die Examensklausur) oder RW oder RT (eine Examensklausur entfällt nach Wahl) 
Das Studium Evang. Theologie schließt mit Diplom ab, dem Ersten Kirchlichem Examen (Prüfungsordnung) oder M.A. (Hauptfach), wenn die Berufsperspektive Pfarramt besteht. Mit diesen Abschlüssen ist auch die Promotion zum Dr. theol. und – darauf aufbauend – eine Habilitation möglich.
  • Studienabschluss: Magister Theologiae
  • Studienbeginn: Winter- und Sommersemester
  • Regelstudienzeit: 10 Semester
  • Lehrsprache: Deutsch
  • Studiengebühren und Beiträge: 171,80 €  je Semester
  • Bewerbungsverfahren: Studienanmeldung für Fächer ohne Zulassungsbeschränkung und ohne Aufnahmeprüfung
  • Bewerbungsfristen: Informationen zu Bewerbungsfristen erhältst du, nachdem du dir einen Studiengang zusammengestellt hast
 

Du willst mehr wissen?
 
Zu den Themen Sprachen, Kernfächer und Praktika findest du hier weitere Hintergrundinformationen:
 
 
Alle drei für das Theologiestudium notwendigen alten Sprachen (Latein, Griechisch, Hebräisch) kann man an den Universitäten zusammen mit Studierenden lernen, die die Sprachen für ganz andere Studiengänge brauchen.
 
Theologiestudierende brauchen …
  • Latein, um Texte der Kirchenväter (und -mütter) und mittelalterliche Texte der Kirchengeschichte lesen zu können. Auch eine wissenschaftliche Beschäftigung mit Martin Luther oder Johannes Calvin ist nur mit Lateinkenntnissen möglich. Der Vatikan veröffentlicht seine Dokumente bis heute auch in lateinischer Sprache. In der Regel dauert das Erlernen des Lateinischen bis zum Latinum 2 Semester.
  • Griechisch, um klassische griechische Philosophie und Literatur, vor allem aber das Neue Testament im “Urtext” lesen und verstehen zu können. Auch die frühen Kirchenväter schrieben Griechisch. Das Graecum lässt sich in der Regel ebenfalls in 2 Semestern erwerben.
  • Hebräisch, um sich den Zugang zum sog. Alten Testament, der hebräischen Bibel zu erschließen. Um Hebräisch zu lernen, brauchen Studierende normalerweise 1 Semester.
 
„Verstehst du auch, was du liest?“
Diese Frage stellt der Apostel Philippus dem äthiopischen Schatzmeister, der auf dem Weg durch die judäische Wüste von Jerusalem nach Gaza über eine Stelle im Buch des Propheten Jesaja nachdenkt (Apostelgeschichte 8,26-40).
 
Die evangelische Theologie sucht Antworten auf diese Frage. Sie untersucht die biblischen Texte, sie fragt nach den historischen Gegebenheiten, sie bedenkt die Logik der theologischen Glaubenssätze. Sie interessiert sich für heute: Was können moderne Menschen glauben? Wie reden wir heute angemessen vom dreieinigen Gott? Wie findet kirchliches Leben eine Gestalt, die heute einladend und überzeugend ist?

Die einzelnen Fächer, in denen diese Fragen gestellt und bedacht werden, sind:
 
Altes und Neues Testament
Im Theologiestudium geht es um die biblischen Bücher, d.h. die Schriften des Alten und Neuen Testaments. Um sie angemessen studieren zu können, ist es nötig, die biblischen Sprachen Griechisch (für das Neue Testament) und Hebräisch (für das Alte Testament) zu lernen. Das Studium des Alten und Neuen Testaments umfasst eine gute Kenntnis der biblischen Bücher in ihrer heutigen Überlieferung, die Frage nach der richtigen Auslegungsmethode, das Erarbeiten der in den Schriften enthaltenen Theologie sowie Kenntnisse der Umwelt des Alten und Neuen Testaments. So kommen in diesen beiden Disziplinen eine historische und eine theologische Fragestellung zusammen. In historischer Richtung stellt sich zum Beispiel die Frage nach den Autoren der biblischen Bücher oder der Situation ihrer Entstehung, während in theologischer Richtung eher Fragen nach der Bedeutung der Texte für den christlichen Glauben heute im Mittelpunkt stehen. Und in beiden Richtungen geht es darum, zu verstehen, was man liest, eben damals und heute.
Kirchengeschichte
Die Kirchengeschichte (auch: Historische Theologie) untersucht die 2000jährige Geschichte der christlichen Kirchen und ihrer Theologie in ihren Grundzügen. Üblich ist dabei eine Einteilung in fünf Epochen: Alte Kirchengeschichte, Mittelalter, Reformationszeitalter, Neuere Kirchengeschichte und Kirchliche Zeitgeschichte. Da für das Studium der Alten Kirchengeschichte und des Mittelalters Lateinkenntnisse benötigt werden, muss auch diese Sprache, falls man in der Schule kein Latinum gemacht hat, zu Beginn des Studiums erlernt werden. Das Studium der Kirchengeschichte ist nicht denkbar, ohne Bezüge zur außerkirchlichen Geschichte herzustellen. Im Fach Kirchengeschichte spielt daher die Weltgeschichte eine große Rolle, weil die Entwicklungen der Kirche nur in ihrem großen Zusammenhang erfasst werden können. Die Kirchengeschichte beinhaltet auch die Geschichte der Ausbreitung des christlichen Glaubens – von der Apostelgeschichte bis heute.
Systematische Theologie – Dogmatik
Greift man die Frage des Philippus wieder auf und richtet sie auf den Glauben („Verstehst du auch, was du glaubst?“), so kommt man zur Dogmatik. Sie ist neben der Ethik eine der beiden großen Unterdisziplinen der Systematischen Theologie, in der es darum geht, die Inhalte des christlichen Glaubens in ihrem Zusammenhang darzustellen und begreifbar zu machen. Wichtige Themen der Dogmatik sind zum Beispiel die Frage nach dem dreieinigen Gott, nach dem christlichen Verständnis vom Menschen, nach der Erlösung durch Jesus Christus oder auch nach Herkunft und Sinn des Leidens. Ein weiteres Blickfeld ist der Dialog zwischen den unterschiedlichen christlichen Konfessionen (Ökumenik) sowie zwischen den Weltreligionen (Religions- und Missionswissenschaft).
Systematische Theologie – Ethik
Die Ethik als die zweite Unterdisziplin der Systematischen Theologie fragt nach dem guten und richtigen Handeln aus christlicher Perspektive. Wie soll ich als Christ handeln? Was heißt zum Beispiel „Gerechtigkeit“, „Verantwortung“, „Gewissen“ oder auch „Liebe“ im Lichte der christlichen Botschaft? Die Ethik versucht, diese großen Begriffe aus der christlichen Tradition mit Leben zu füllen, indem sie sie in Beziehung setzt zu aktuellen ethischen Problemen wie: Schwangerschaftsabbruch, Wirtschaftsethik, Umweltethik, Gentechnik, Pränataldiagnostik, Sterbehilfe. Gesellschaftliche, politische und rechtliche Aspekte werden in der Sozialethik behandelt.
Praktische Theologie
Die Begegnung mit Philippus führte bei dem äthiopischen Schatzmeister zu dem Wunsch, sich taufen zu lassen. Mit der Taufe kommt ein Stück der heutigen kirchlichen Praxis in den Blick. Die Praktische Theologie fragt in besonderer Weise nach der kirchlichen und religiösen Praxis in Kirche und Gesellschaft. Sie beschäftigt sich mit dem Gottesdienst (Liturgik), der Predigt (Homiletik), der Seelsorge (Poimenik) und dem Unterricht (Religionspädagogik) als den vier traditionellen Handlungsfeldern in der pfarramtlichen Praxis. Dabei führt sie einen Dialog mit den sogenannten Humanwissenschaften, vor allem mit der Psychologie, der Pädagogik und der Soziologie, und versucht diese Einsichten für die Kirche zu nutzen. Neben den pastoralen Handlungsfeldern beschäftigt sie sich mit Gemeindeaufbau, Gemeindeleitung, Kirchentheorie.
Religions- und Missionswissenschaft
Eine relativ neue Disziplin im Theologiestudium ist die Religions- und Missionswissenschaft. In ihr vereinen sich unterschiedliche Fragen: Wie hat sich das Christentum in verschiedenen Kulturen im Lauf der Geschichte ausgeprägt und ausgebreitet? Und in welchen Formen wird es wo heute gelebt? Wie kann der Dialog zwischen den Religionen aussehen? Wie gelingt ein lebendiges Nebeneinander der Religionen, ohne dass man eigene Traditionen und Bräuche aufgibt? Was für ein Nutzen ergibt sich daraus? Wie kann heute Mission aussehen?
Philosophie
Theologie und Philosophie sind eng verwandt. In ihrer Geschichte gab es immer wieder Schnittpunkte und parallele Fragestellungen: Worin liegt der Sinn des Lebens? Wie funktioniert die Ordnung der Dinge? Gibt es einen Anfang und ein Ende? Was ist Zeit? Die Rolle und das Wesen der Menschen. Viele theologische Antworten wurden und werden durch die Philosophie bereichert und anhand der Schriften wichtiger Autoren entwickelt.
 
Gemeindepraktikum
Ein wichtiger Bestandteil des Studiums ist das Pflichtpraktikum in einer Kirchengemeinde.
Nutze dieses Praktikum ebenso wie die Lebensweltpraktika, um Deine Kommunikationsfähigkeiten zu erproben und neue Erfahrungen zu sammeln. Du wirst vorher ungeahnte Fähigkeiten und Talente entdecken! Zu jedem Praktikum gehört eine gründliche Einführung und eine ausführliche Reflexion sowie eine schriftliche Auswertung im Umfang von 12-15 Seiten. Die Begleitung des Gemeindepraktikums wird von den Fakultäten angeboten; die Praktikumsplätze stellt die Landeskirche zur Verfügung.
Lebensweltpraktikum
Neben dem Gemeindepraktikum sind Praktika in anderen kirchlichen Handlungsfeldern wie Diakonie, Gefängnis- und Krankenhausseelsorge sowie in der Stadtmission eine Bereicherung. Das Praktikum in der Arbeitswelt ist eine wichtige Voraussetzung, um später im Pfarramt auch in der breiten Öffentlichkeit sprach- und handlungsfähig sein. Die Praktika werden in der vorlesungsfreien Zeit angeboten. Sie dauern je nach Praktikum vier bis sechs Wochen und beinhalten einen Einführungs- und einen Auswertungskurs.
Arbeitsweltpraktikum
Im Rahmen des Arbeitsweltpraktikums hast du die Möglichkeit, verschiedene Facetten der außerkirchlichen Erwerbsarbeit in Industrie, Handel, Handwerk oder Dienstleistung in der Praxis kennen zu lernen. 
Du wählst nach eigenem Interesse eine Vollzeit-Arbeitsstelle zur Aushilfe außerhalb der Kirche als Praktikumsplatz. Das Arbeitsweltpraktikum findet während der vorlesungsfreien Zeit im Sommer statt und dauert vier Wochen (oder 120 Arbeitsstunden).
Alle Infos findest du in dieser Übersicht zusammengefasst: 
 
 

Du kannst an vielen Orten in Deutschland oder auch im Ausland dein Theologie-Studium absolvieren:
 
 
Die Theologische Fakultät ist mit rund 700 Studierenden (Stand November 2019) eine der wichtigsten Ausbildungsstätten in Deutschland für das Pfarramt der evangelischen Kirchen, für Evangelische Religion im gymnasialen Lehramt sowie für weitere theologische Studiengänge. Als die älteste theologische Fakultät in Deutschland blickt sie auf eine lange Tradition zurück.
 
Die heutige Fakultät besteht aus drei Instituten mit insgesamt fünfzehn Professuren. Alles in allem lehren und forschen an der Fakultät rund 60 Personen.
 
Neben den klassischen theologischen Disziplinen Altes Testament, Neues Testament, Kirchengeschichte, Systematische Theologie, Religionswissenschaft/ Interkulturelle Theologie und Praktische Theologie geben das Ökumenische Institut und das Diakoniewissenschaftliche Institut der Fakultät ein besonderes Profil.
 
 
Ein Studienortwechsel ist generell unproblematisch und leicht zu bewerkstelligen.
Studienorte im Inland:
Berlin / Bochum / Bonn / Erlangen / Frankfurt (Main) / Göttingen / Greifswald / Halle / Hamburg / Heidelberg / Jena / Kiel / Leipzig / Marburg / Mainz / München / Münster / Neuendettelsau / Rostock / Tübingen / Wuppertal
Darüber hinaus kann man auch in der Schweiz und in Österreich an deutschsprachigen Fakultäten studieren – und natürlich an Fakultäten im Ausland.
Das Studium der Evangelischen Theologie gehört auch nach den Studienreformen der vergangenen Jahre zu denen, die orts- und personenbezogen geprägt sind. Und das ist gut so: Die Landschaft der Evangelischen Fakultäten in Deutschland ist vielfältig, ihre historischen Prägungen ebenso. Universitäre Kontexte, traditionelle Schwerpunkte an Fakultäten und ganz unterschiedliche Strukturen prägen die Inhalte der Evangelischen Theologie vor Ort.
Das gilt auch für das Lehrpersonal der einzelnen theologischen Fachdisziplinen mit speziellen Schwerpunkten, Entwicklungen, Spezialgebieten usw. Kurz: Es lohnt sich, den eigenen Studienort gut informiert und gründlich auszuwählen! Und es kann sehr bereichernd sein, nicht nur an einem Ort zu studieren, sondern durch einen Studienortwechsel die Weite der Theologie kennenzulernen.
 
Ein Studium im Ausland ist für die meisten ein großer Gewinn; es erweitert den eigenen Horizont und ermöglicht neue Perspektiven – nicht nur für das Studium, sondern auch für die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. Das gilt besonders auch für das Theologiestudium im Ausland. Außerdem ermöglicht ein Auslandsstudium eine vertiefte ökumenische Erfahrung und ist deshalb besonders wichtig und nachdrücklich zu empfehlen.
 
Unbedingt zu beachten ist, dass nicht das ganze Theologiestudium im Ausland absolviert werden kann – einzelne Studienleistungen können natürlich erbracht werden. Über deren Anerkennung entscheidet in der Regel die Evangelisch-theologische Fakultät oder die Kirchliche Hochschule, an der das Studium in Deutschland fortgesetzt wird.
 
Studienorte im Ausland – eine Auswahl:
Aarhus (Dänemark) / Amsterdam (Niederlande) /
Basel (Schweiz) / Bangalore (Indien) /
Budapest (Ungarn) / Buenos Aires (Argentinien) /
Edinburg (Schottland) / Helsinki (Finnland) /
Jerusalem (Israel) / Marurai (Indien) /
Montpellier (Frankreich) / Nijmegen (Niederlande) /
Prag (Tschechische Republik) / Princeton (USA) /
Riga (Lettland) / Rom (Italien) / Sibiu (Rumänien) /
Sofia (Bulgarien) / Straßburg (Frankreich) /
Usa River (Tansania) / Wien (Österreich) /
Yale (USA) / Zürich (Schweiz)
 
 
Theolog*innen können auch außerhalb der Kirche arbeiten:
 
  • als Religionslehrer*in im Schuldienst
 
  • im diakonisch-sozialen Bereich
 
  • im Medienbereich
 
  • in der Personal- und Organisationsentwicklung von Profit- und Nonprofitunternehmen
 
  • als selbstständige*r Unternehmer*in (z.B. als Personalberater*in)
 
 
 

Während deines Theologie-Studiums wirst du durch die Badische Landeskirche begleitet und beraten und bei Bedarf auch finanziell unterstützt. 
Wichtig dafür: Melde dich rechtzeitig für die Liste der badischen Theologie-Studierenden!  
 
 
Damit von Anfang an eine kontinuierliche Vernetzung der Studierenden mit der zukünftigen Arbeitsgeberin Landeskirche möglich ist, führt die Badische Landeskirche (Evangelischer Oberkirchenrat Karlsruhe / Theologische Ausbildung) eine Liste der badischen Theologiestudierenden.
 
Studierende, die sich hier eintragen lassen, erhalten:
  • wichtige Informationen über die Entwicklung des kirchlichen Lebens
  • Studienberatung und -begleitung
  • Studienbeihilfe und -förderung 
Wenn du in die Liste der badischen Theologiestudierenden aufgenommen werden möchtest, dann teile uns bitte mit, seit wann du wo Theologie studierst.
 
Bitte füge deiner E-Mail folgende Unterlagen bei:
  1. einen ausführlichen (nicht tabellarischen) Lebenslauf, der auch Auskunft über deinen Bildungsgang und deine Interessen (außerhalb der Schule und / oder des Studiums) gibt,
  2. ein aktuelles Foto (ein Selfie reicht),
  3. eine unbeglaubigte Kopie deines Zeugnisses der Allgemeinen Hochschulreife und ggf. anderer wichtiger Zeugnisse (andere Berufs- und / oder Studienabschlüsse oder bereits während des Theologiestudiums erworbene Zeugnisse über die Alten Sprachen oder über das Kolloquium bzw. die Zwischenprüfung),
  4. ein aktuelles Empfehlungsschreiben, insbesondere von einer / einem Pfarrer*in, einer evangelischen Religionslehrkraft oder einer Person im Vorsitzendenamt eines Ältestenkreises,
  5. eine Kopie deiner Immatrikulationsbescheinigung,
  6. eine Kopie deiner Tauf- sowie Konfirmationsurkunde.
Bitte vergiss nicht, in deiner E-Mail sowohl deine Heimat- als auch (falls schon bekannt und nicht mit der Heimatanschrift übereinstimmend) deine Semester- oder Studienanschrift und deine E-Mailadresse sowie Telefonnummer mitzuteilen! 
Bitte alle Anhänge im JPG- oder PDF-Format zuschicken.
 
 
Du bekommst, nachdem deine Unterlagen hier eingetroffen sind, eine Einladung zu einem Gespräch.
Konvent der Theologiestudierenden
Die Theologiestudierenden einer Landeskirche bilden zusammen einen Landeskonvent. An den verschiedenen Studienorten gibt es sogenannte Ortskonvente. Einmal im Semester gibt es ein Treffen aller Ortskonvente (Konventsratstreffen).
 
Im Konvent 
  • triffst du andere Studierende
  • erfährst Tipps und Ratschläge aus den verschiedenen Studienabschnitten
  • lernst andere Studienorte kennen
Der Konventsrat bietet zudem die Möglichkeit, sich in ein Amt wählen zu lassen und dadurch Einblick in die Struktur der Landeskirche zu erhalten. So zum Beispiel als Beobachter*in in der Synode (dem Entscheidungsgremium der Kirche) oder als Vertreter*in im Ausschuss für Ausbildungsfragen. Das ist eine tolle Chance, die Landeskirche und ihre Aufgaben kennen zu lernen und mitzugestalten.
 
 
Theologiestudierende, die auf der Liste der badischen Theologiestudierenden eingetragen sind und im Studiengang Magister Theologiae / Kirchliches Examen immatrikuliert sind, können während Ihres Studiums u.a. folgende Unterstützungsleistungen und Studienbeihilfen erhalten:
 
  • Büchergeld (in zwei Raten): eine 1. Rate von 200 € unmittelbar nach Abschluss des Biblicums im Grundstudium und eine 2. Rate von 250 € im Semester nach der Zwischenprüfung im Zusammenhang mit der dann vorgeschriebenen Studienberatung 
  • Gemeindepraktikum: Wenn Studierende eine Unterkunft finanzieren und sich selbst versorgen müssen, geht eine Unterstützungsleistung in Höhe von 250 € an die Studierenden.
  • Studiensemester im Ausland: wird mit bis zu 700 € unterstützt. 
  • Studienreisen und Exkursionen: Im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel können auf Antrag Zuschüsse in Höhe von 50% der Fahrtkosten gewährt werden, höchstens jedoch 100 € bei Studienreisen bzw. Exkursionen und 50 € bei Tagungen im Inland. Bei Studienreisen, Exkursionen und Tagungen im Ausland verdoppeln sich diese Sätze.
  • Studiendarlehen: in Höhe von 2.500 € (wird nach Beendigung des Studiums mit einer monatlichen Rate von 60 € zurückgezahlt) 
 
Während des Studiums bietet die Landeskirche Begleitung und Beratung an: wir führen Gespräche, es gibt den Studienkurs zur Berufsorientierung nach der Zwischenprüfung und jährliche Thementagungen, die von Studierenden inhaltlich vorbereitet werden. 

Daneben besteht die Möglichkeit, sich von einer erfahrenen Pfarrperson mentorierend begleiten zu lassen. Ein solches Mentorat kann viele Formen annehmen und von einer geistlichen Begleitung bis hin zum theologischen Gespräch über die Semesterliteratur oder gemeinsamen Projekten in der Kirchengemeinde reichen. Auch kleinere Studierenden-Jobs auf Honorarbasis können im Zusammenhang mit den Mentoraten vergeben werden.

Außerdem findet jedes Jahr in Kooperation mit der Pfälzischen Landeskirche eine Tagung mit Meditation und geistlichen Impulsen zum Durchatmen und Aufatmen statt. Eingeladen sind badische und pfälzische Studierende.

Nähere Informationen zu allen Angeboten gibt es bei der Theologischen Ausbildung: theologische.ausbildung@ekiba.de oder sibylle.rolf@ekiba.de 
 

  • Du interessierst dich für den Beruf und möchten gern in den Evangelischen Landeskirche in Baden (EKIBA) als Pfarrer*in arbeiten?
  • Du hast bereits Berufserfahrung und möchtest dich mit deinen Qualifikationen in der EKIBA einbringen?
  • Du suchst nach Informationen zu den Zugangswegen ins Pfarramt in der EKIBA?
Eine Übersicht zu den wichtigsten Fakten haben wir für dich zusammengestellt. Nutze gern die Links, um dich weiter zu informieren oder komme gern direkt auf uns zu (siehe Kontakt).
 
Für den Weg ins Pfarramt werden von der EKIBA (und der ganzen EKD) folgende Abschlüsse anerkannt
Für Absolvent*innen von Hochschulen in freier Trägerschaft besteht nach 5jähriger Berufserfahrung die Möglichkeit, sich mit dem Master of Theological Studies für das Pfarramt zu qualifizieren. 
 
Bei Absolvent*innen von ausländischen Hochschulen klärt die EKIBA im Rahmen einer Einzelfallprüfung, ob der Abschluss anerkannt werden kann oder ob es einer Nachqualifizierung bedarf. 
 
Nach allen genannten Abschlüssen schließt sich für die Absolvent*innen das Aufnahmeverfahren und das Vikariat an, bevor nach der Ordination der Probedienst folgt. 
 
Übersicht zum Download: